Warum Megan Fox eine Entschuldigung verdient


1. Bei Jimmy Kimmel Live! hat Megan Fox damals darüber gesprochen, dass Michael Bay sie im Alter von 15 Jahren wie ein Sexobjekt behandelt habe. Kaum jemand nahm sie ernst.

ABC / Via youtube.com

Megan Fox: „Ich war gerade 15 geworden und hatte eine Komparsenrolle in Bad Boys 2. Wir hatten diese Club-Szene gedreht. Ich habe einen Bikini, einen roten Cowboy-Hut und High Heels getragen. Er gab sein Okay, doch die Leute meinten: ,Michael, sie ist 15. Sie darf nicht an der Bar sitzen und keinen Drink in der Hand anhaben.’ Seine Lösung war mich unter einem Wasserfall tanzen zu lassen. Ich war 15, ich war in der 10. Klasse. Das ist der Mikrokosmos, in dem Bays Kopf arbeitet.“

Jimmy Kimmel: „Nun, das ist der Mikrokosmos, in dem all unsere Köpfe arbeiten. Manche von uns haben den Anstand, solche Gedanken zu unterdrücken.“

2. In einem weiteren Interview hat die Schauspielerin von ihrem Zusammenbruch gesprochen, den sie nach Jennifer’s Body durchgemacht hat.

Entertainment Tonight / Via etonline.com

„Ich wollte mich nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen – alles wegen dieser Angst, weil ich dachte, und mir so sicher war, dass Leute sich über mich lustig machen, mich bespucken oder mich anschreien, oder steinigen, oder mich attackieren würden.

3. Der Film wurde total zerrissen, obwohl er eigentlich ein unglaublich tolles Werk ist und Megan fantastisch spielt.

Fox Searchlight

4. Wegen der Art und Weise, wie sie in Hollywood behandelt wurde, habe sie die Opferszene in Jennifer’s Body wie eine Metapher für ihr Leben gesehen, so Fox.

Fox Searchlight

„Ich habe beim Dreh dieser Szene gemerkt … dass sie genau widerspiegelt, wie ich damals meine Beziehung zu den Filmstudios empfunden habe. Ich hatte das Gefühl, dass sie bereit waren, genau das zu tun: mich buchstäblich sterben zu lassen.“

5. Beim Dreh der Seeszene in Jennifer’s Body ist sie von Paparazzi fotografiert worden. Nach dieser übergriffigen Erfahrung musste sie eine Pause vom Dreh einlegen.

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„Ich habe mich den Medien und den Boulevardzeitungen so übermäßig ausgesetzt und so von ihnen gejagt gefühlt. Ich kam mir von der Welt im Allgemeinen so gemobbt vor. Das Letzte, was ich hatte, das mir gehörte, das letzte bisschen Privatsphäre, das ich hatte, war mein Körper und ich wollte ihn nicht zeigen.“

6. Trotz allem, was sie durchgemacht hat, sagt Fox, habe sie sich von der #MeToo-Bewegung ausgeschlossen gefühlt.

Entertainment Tonight / Via etonline.com

„Ich habe den Mund aufgemacht und gesagt: ‚Hey, das und das passiert mir und es ist nicht in Ordnung‘ und alle so: ‚Oh, tja, fick dich. Uns egal, du verdienst das.‘ Denn alle haben darüber geredet, wie man ausgesehen oder was man angehabt oder welche Witze man gemacht hat.“

7. Sie habe grundsätzlich das Gefühl gehabt, dass im Feminismus kein Platz für sie sei.

Entertainment Tonight / Via etonline.com

„Was bedeutet Unterstützung für Frauen, wenn wir nur ganz bestimmte Frauen unterstützen? Was habe ich denn je getan, das so provokativ, so schlimm war?“, so Fox.

8. Vielleicht erinnerst du dich nicht, aber Mitglieder von Michael Bays Crew hatten damals einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie Megan als „Ms. Miesepeter“ und „Königin des Trailer-Trash-Geschwätz“ bezeichnet haben.

Florian Seefried / Getty Images, Deadline / Via deadline.com

„In der Presse ist sie die Königin des Trailer-Trash-Geschwätz und posiert wie ein Pornostar. Und ja, wir hatten eine unerträgliche Zeit, als wir ihr dabei zusehen mussten, wie sie versucht hat zu schauspielern – es ist zum Fremdschämen. Vielleicht ist also eine Karriere als Pornodarstellerin eine gute Option. Doch die Maske sollte wissen, dass sie einen Text auf ihre Kehrseite tätowiert hat (wahrscheinlich wegen ihrer verdorbenen Kindheit) – gute 45 Minuten länger im Stuhl.“

Florian Seefried / Getty Images, Deadline / Via deadline.com

„In der Presse ist sie die Königin des Trailer-Trash-Geschwätz und posiert wie ein Pornostar. Und ja, wir hatten eine unerträgliche Zeit, als wir ihr dabei zusehen mussten, wie sie versucht hat zu schauspielern – es ist zum Fremdschämen. Vielleicht ist also eine Karriere als Pornodarstellerin eine gute Option. Doch die Maske sollte wissen, dass sie einen Text auf ihre Kehrseite tätowiert hat (wahrscheinlich wegen ihrer verdorbenen Kindheit) – gute 45 Minuten länger im Stuhl.“

9. Shia LaBeouf hatte erklärt, dass Megan ihre Rolle in der Transformers-Filmserie wegen ihrer „Spice Girl-Stärke“ und diesem „Female Empowerment-Zeug“ verloren hat.

DreamWorks

10. Sowohl LaBeouf als auch Bays Crew-Mitglieder hatten behauptet, dass Megan „vollkommen unbekannt“ war, ehe sie von Bay gecastet wurde. Dabei hatte sie zu dem Zeitpunkt schon über sechs Jahre in Hollywood gearbeitet.

Walt Disney Pictures

Ja, Transformers gilt weithin als ihr großer Durchbruch, aber hat hier niemand Bekenntnisse einer Highschool-Diva gesehen?!

11. Über ein Jahrzehnt wurde sie in dem Glauben gelassen, dass ihre „scheiße“ in ihrem Job sei, was einfach nicht stimmt.

Frazer Harrison / Getty Images

12. Als ein Journalist wissen wollte, wie sie es schafft, Kindererziehung und Karriere unter einen Hut zu bekommen (eine Frage, die fast ausschließlich Frauen gestellt wird), hatte Fox die perfekte Antwort.

E! News

13. Derselbe Journalist hat sie danach übrigens gefragt, ob sie Unterwäsche hat, die sie „für ihren Mann“ trägt.

E! News

Nochmals, die perfekte Antwort.

14. Ihre Darstellung in Komödien wie Immer Ärger mit 40 und Friends with Kids wurde weitestgehend ignoriert.

Universal / ©Universal/Courtesy Everett Collection

15. Das Ergebnis? Viele hatten ihre Zweifel daran, wie gut sie in New Girl sein würde. Dabei hat sie großartige Arbeit geleistet.

FOX

16. Zu guter Letzt: Megans Talent und Können blieb fast ein Jahrzehnt lang praktisch unbeachtet – wegen einer schwachsinnigen Darstellung, die uns ein paar Regisseure und Produzenten in Hollywood eingeredet haben.

Fox Searchlight

Megan, du hast so viel Besseres verdient und ich bin froh, dass du endlich die Anerkennung bekommst, die dir schon die ganze Zeit zugestanden hat!

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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